Ausstellung des BUND Naturschutz in der Gemeindebibliothek in Neubiberg

In unserer meist bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden die Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. „Wilde Ecken“ in Dörfern und Städten gewinnen damit als Rückzugsgebiete zunehmend an Bedeutung. Straßen und Wegränder, Mauern und Zäune, offene Böden, Schuttplätze oder Brachflächen bieten einer ganzen Reihe besonders anpassungsfähiger Pflanzen gute Lebensbedingungen. Diese "Ruderalpflanzen" sind kein Unkraut, sondern Multitalente. Sie besiedeln von Menschen geschaffene, aber nicht genutzte Standorte - sogenannte Ruderalflächen (vom lateinischen "Rudus" = Schutt, Mörtel). Spontan und ohne Zutun des Menschen finden sich hier auch Wildpflanzen des Grünlands (z.B. Gewöhnliche Schafgarbe), Wildpflanzen der Äcker (z.B. Echte Kamille und Stockrose ) und verwilderte Kulturpflanzen. 

Ruderalpflanzen sind gut für Mensch und Tier:

  • Pflanzen im Siedlungsbereich binden Staub und schützen offene Böden vor Austrocknung und Erosion.
  • Wildpflanzen begleiten uns als Teil der Stadtnatur durchs Jahr. Mit ihrer Farbenpracht und Formenvielfalt sind Ruderalpflanzen auch optisch ein Genuss!
  • Die trocken-warmen Ruderalflächen mit ihrer Pflanzenvielfalt sind ein Paradies für Insekten und insektenfressende Tierarten wie z.B. Spinnen, Fledermäuse, Spitzmäuse, Eidechsen oder viele Vögel.

Um diese Pflanzen dreht sich alles bei der Ausstellung "Wilde Pflanzen vor der Tür", die der Bund Naturschutz vom 9. bis 24. März 2021 in der neu eröffneten Gemeindebibliothek im Haus für Weiterbildung am Rathausplatz in Neubiberg zeigt.

Dienstag, 14. September bis Samstag, 2. Oktoberi 2021
Öffnungszeiten:
Di, Do, Fr: 11 – 13 und 14 – 19 Uhr, Mi 11 – 13 und 14-16 Uhr,
Sa 10 – 14 Uhr
Kostenfrei

 

Der Landschaftspark Hachinger Tal bietet mit seinen Wiesen und Gebüschen etlichen Vogelarten einen Lebensraum. Im April sind neben den Brutvögeln oft auch Durchzügler zu beobachten, die gerade aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückkehren. (Hinweis: ggf. Fernglas mitbringen. Bei starkem Regen entfällt die Führung.)

Seit Jahrhunderten prägten Streuobstwiesen mit verschiedenen Obstbäumen das Ortsbild unserer Dörfer. In den letzten Jahrzehnten mussten leider viele dieser Lebensräume neuen Wohn – und Gewerbegebieten oder intensiv bewirtschafteten, landwirtschaftlichen Flächen Platz machen.

Im Frühjahr 2019 rief unsere Ortsgruppe des BUND Naturschutzes (BN) zu einem Wettbewerb „Insektenfreundlicher Garten“ auf. Hierfür wurde auch bei Bedarf Saatgut und Pflanzanleitung zur Verfügung gestellt.

Die Teilnehmer*innen wurden gebeten, Fotos von der entstandenen Blütenpracht an die Ortsgruppe des BN zu schicken.

Der Zukunftswald auf dem Gelände im Landschaftspark, östlich des Neubiberger Friedhofes wird heuer 20 Jahre alt! Im Rahmen eines bundesweiten Projektes des BUND Naturschutz zur Jahrtausendwende wurden dort ab Herbst 1999 bei zwei Pflanzaktionen rund 140 Bäume gepflanzt.